Totensonntag und Allerheiligen 2026: Termine, Bedeutung und Gedenken zuhause
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Der Totensonntag fällt 2026 auf Sonntag, den 22. November. Allerheiligen ist schon drei Wochen vorher, am Sonntag, dem 1. November. An beiden Tagen denken viele Menschen an ihre Verstorbenen, und wie du das tust, musst du dir von niemandem vorschreiben lassen.
Ich bin Stefan und fertige in Warstein im Sauerland persönliche Gedenklichter, für Eltern, Großeltern und andere nahestehende Menschen, aber auch für verstorbene Hunde und Katzen. Hier findest du die Termine, was am Totensonntag erlaubt ist und was nicht, und ein paar Gedanken, wie Erinnern auch ohne festen Ablauf gelingt.
- Allerheiligen: Sonntag, 1. November
- Allerseelen: Montag, 2. November
- Volkstrauertag: Sonntag, 15. November
- Totensonntag (Ewigkeitssonntag): Sonntag, 22. November
- Erster Advent: Sonntag, 29. November
Was ist der Totensonntag?
Der Totensonntag ist der evangelische Gedenktag für die Verstorbenen. Er liegt immer auf dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent und schließt das Kirchenjahr ab. In der Kirche heißt er auch Ewigkeitssonntag.
Eingeführt hat ihn 1816 der preußische König Friedrich Wilhelm III. Als Anlass werden die vielen Toten der Befreiungskriege gegen Napoleon genannt, manchmal auch die Trauer um seine früh verstorbene Frau, Königin Luise. Später übernahmen die meisten evangelischen Landeskirchen den Tag.
In vielen Gemeinden werden im Gottesdienst die Namen der Menschen vorgelesen, die im vergangenen Jahr gestorben sind, oft mit einer Kerze für jeden Namen. Viele Familien besuchen an diesem Tag den Friedhof und schmücken das Grab winterfest mit Tannengrün oder einem Gesteck.
Ist der Totensonntag ein Feiertag?
Ein eigener arbeitsfreier Feiertag ist der Totensonntag nicht, er fällt ja immer auf einen Sonntag. Er ist aber ein stiller Tag, der in den Feiertagsgesetzen der Länder besonders geschützt ist. Laute öffentliche Veranstaltungen sind dann eingeschränkt, umgangssprachlich spricht man vom Tanzverbot. Was genau gilt, regelt jedes Bundesland selbst.
Hier in Nordrhein-Westfalen sind am Totensonntag zum Beispiel von 5 bis 18 Uhr Märkte, Sportveranstaltungen, Volksfeste, Tanz und Musik in Gaststätten untersagt, so steht es in § 6 des Feiertagsgesetzes NRW. In anderen Bundesländern können die Zeiten abweichen.
Das ist übrigens auch der Grund, warum viele Weihnachtsmärkte erst nach dem Totensonntag öffnen. Die Kirchen setzen sich dafür ein, dass der November als stiller Monat erhalten bleibt und die Adventszeit nicht schon vorher beginnt.
Totensonntag, Allerheiligen und Volkstrauertag: der Unterschied
Allerheiligen am 1. November ist ein katholisches Fest für alle Heiligen. Am Tag danach folgt Allerseelen, das allen Verstorbenen gilt. Weil Allerseelen kein Feiertag ist, gehen viele Familien schon an Allerheiligen zum Friedhof und zünden ein Grablicht an. Gesetzlicher Feiertag ist Allerheiligen in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Der Volkstrauertag eine Woche vor dem Totensonntag ist kein kirchlicher Tag. Er erinnert an die Toten von Krieg und Gewalt, meist mit Gedenkfeiern an Ehrenmalen.
Der Totensonntag dagegen gilt den ganz persönlichen Verstorbenen: den Eltern, dem Partner, der Freundin. Im Kern wollen Allerheiligen und Totensonntag dasselbe, nämlich einen Moment, in dem die Menschen, die fehlen, bewusst Platz bekommen.
Gedenken braucht keinen festen Ablauf und keinen Friedhof
Ich selbst habe in diesen Wochen keinen festen Ablauf. Ich denke einfach bewusster an Menschen und Tiere, die nicht mehr da sind. Bei meinem Hund Bruno sind es meistens die kleinen Erinnerungen: wie er auf dem Sofa lag oder irgendwo wieder eine Socke gefunden hatte. Erinnerung kommt nicht auf Termin, sondern zwischendurch. Die Gedenktage sind eine gute Gelegenheit, ihr Raum zu geben, aber keine Prüfung, die man bestehen muss.
Mich stört auch die Vorstellung, dass richtiges Gedenken an einen Friedhof gebunden ist. Viele Menschen haben kein Grab in der Nähe. Es liegt in einer anderen Stadt, die Asche wurde verstreut oder es gab eine anonyme Bestattung. Das macht ihre Erinnerung nicht weniger wert. Und die Trauer um ein Tier zählt nicht weniger als die um einen Menschen. Wenn du am Totensonntag an deinen Hund oder deine Katze denkst, ist das genauso richtig.
Oft reicht einer dieser kleinen Momente:
- Ein Licht anzünden und ein paar Minuten still dabei sitzen.
- Ein altes Foto heraussuchen und es bewusst ansehen, allein oder mit der Familie. Was sich aus solchen Bildern noch machen lässt, steht im Beitrag Was kann man aus alten Fotos machen?
- Von ihm oder ihr erzählen, auch den Kindern.
- Aufschreiben, was du noch sagen möchtest. Wenn dir die Worte fehlen, hilft der Sprüche-Finder beim Anfangen.
Versuch nicht, diesen November genauso zu verbringen wie früher. Wenn dir danach ist, zünd ein Licht an, schau dir ein altes Foto an oder erzähl einfach von ihm oder ihr. Es muss nicht groß sein, manchmal reicht genau so ein kleiner Moment.
Ein Licht, das zuhause an sie erinnert
Manche Aufträge bleiben mir besonders hängen. Oft merkt man schon an den wenigen Worten, die jemand für das Licht aussucht, wie wichtig dieser Mensch oder dieses Tier war. Aus diesen Worten und einem Foto entsteht ein Lichtbild, das tagsüber wie ein Relief aussieht und abends mit warmem Licht das Gesicht zeigt, das fehlt.
- Für einen Menschen: das Gedenklicht mit Foto, mit Name, Lebensdaten und einem kurzen Satz.
- Für deinen Hund oder deine Katze: das Gedenklicht für Haustiere.
- Für ein Sternenkind: das Sternenkind-Gedenklicht mit Sternenhimmel-Motiv, Name und Datum. Es braucht kein Foto, und statt eines Namens geht auch „Unser Sternenkind“.
- Für mehrere Menschen oder Tiere: ein Lichtwürfel wie der Generationenwürfel, bei dem jede Seite ein eigenes Foto bekommt.
Meine Lichter sind bewusst für drinnen gemacht und nicht wetterfest. Warum ich keine Grablichter für draußen anbiete, erkläre ich im Beitrag Wetterfestes Grablicht gesucht? Jedes Foto bearbeite ich vorher selbst, und du bekommst einen Entwurf zur Freigabe, bevor ich das Licht fertige.
Nach deiner Freigabe dauern Anfertigung und Versand in der Regel 5 bis 8 Werktage. Als Faustregel: Für Allerheiligen sollte dein Entwurf bis etwa 20. Oktober freigegeben sein, für den Totensonntag bis etwa 10. November.
Wird es knapp, gibt es die Express-Anfertigung. Damit ist dein Licht in der Regel 3 bis 5 Werktage nach Freigabe bei dir.
Häufige Fragen zum Totensonntag
Am Sonntag, dem 22. November 2026. Er liegt immer auf dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent, der 2026 auf den 29. November fällt.
Er ist kein eigener arbeitsfreier Feiertag, weil er immer auf einen Sonntag fällt. Er ist aber ein stiller Tag, der in den Feiertagsgesetzen der Bundesländer besonders geschützt ist.
Laute öffentliche Veranstaltungen wie Tanz, Volksfeste, Märkte oder Sportveranstaltungen sind eingeschränkt. Die genauen Regeln und Uhrzeiten legt jedes Bundesland fest, in Nordrhein-Westfalen gilt das Verbot zum Beispiel von 5 bis 18 Uhr.
Der Totensonntag ist ein evangelischer Gedenktag für die eigenen Verstorbenen. Der Volkstrauertag eine Woche vorher erinnert an die Opfer von Krieg und Gewalt.
Ja. Es gibt keine Regel, wem dein Gedenken gilt. Wenn ein Tier zu deinem Leben gehört hat, gehört es auch in deine Erinnerung.